Zoo Frankfurt - Historische Aktie der Neuen Zoologische Gesellschaft in Frankfurt a.M. von 1872, Gründeraktie über 250 Gulden. Tolle Gestaltung mit Abbildungen von Raubtieren u.a. Löwen, Adler und Bär. 1915 wurde das Vermögen der Aktiengesellschaft auf die Stadt Frankfurt übertragen.

Aktie über 250 Gulden
Frankfurt a.M., 31. Oktober 1872

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 3.000,- Euro

Gründeraktie, Auflage 2.800 (R 8).

Tolle Gestaltung mit Abbildungen von Raubtieren u.a. Löwen, Adler und Bär.

Hervorgegangen aus der 1857 gegründeten Zoologischen Gesellschaft (bis heute sind keine Aktien dieser Gesellschaft aufgetaucht).

Der erste Tiergarten an der Bockenheimer Landstraße wurde im August 1858 feierlich eröffnet. Zu seinen eifrigsten Befürwortern hatte Arthur Schopenhauer gehört. Zu dieser Zeit gab es nur in London, Paris und Berlin eine vergleichbare Einrichtung.

Als der Zoo 1861 die ersten Löwen geschenkt bekam, fühlten sich die Bewohner des vornehmen Westends jedoch durch Gebrüll und Gestank gestört: Ein neues Gelände wurde auf der Pfingstweide gefunden; über 1.000 Tiere zogen zwei Monate lang nach dorthin um. „So etwas hat es seit Noahs Zeiten nicht gegeben“ vermerkte die städtische Chronik.

1915 wurde das Vermögen der Aktiengesellschaft als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation auf die Stadt Frankfurt übertragen. Der Aufbau in den Nachkriegsjahren – die Zooanlage wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört – ist tief verbunden mit dem Namen von G. Grzimek, der später durch eigene Tiersendungen Berühmtheit erlangte.

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