Milburn Wagon Company. Gründung 1873. Bau von Kutschen und Fuhrwerken, später auch von Farm-, Transport- und Eisenbahnwagen sowie Lastwagen, Automobilen und elektronischen Komponenten. 1923 aufgelöst.

Aktie über 10 Shares zu je 100 $
Toledo, Ohio, 28. April 1876

Dekorative Aktie mit Abbildung des Fabrikgeländes und von zwei Kutschen.

Originalunterschrift George Milburn (1820-1883) als Präsident. Milburn, geboren in Alston, England, wanderte zuerst nach Kanada aus, von wo er 1835 nach Goshen, Indiana weiter zog. 1847 siedelte er nach Mishawaka, Indiana um. Seine Tochter Ann heiratete Clement Studebaker aus der Familie der Kutschenbauer, ab 1902 Hersteller von Studebaker-Automobilen.

1848 Milburn gründete George Milburne & Cie., die er 1869 zu Milburn Wagon Company reorganisierte. 1873 baute Milburn ein neues Werk in Toledo, Ohio auf. Das Werk, 1875 eröffnet, wurde zum weltgrößten Hersteller von landwirtschaftlichen Fahrzeugen.

1909 wurden in der Kutschenfabrik Milburns die ersten Automobile gebaut, die “Ohio Electric”. Im September 1914 begann Milburn mit der Automobilherstellung unter eigener Regie.

Das “Milburn Light Electric”-Auto wurde entworfen von Karl Probst, der später die Bantam Jeeps entwarf. Diese Fahrzeuge hatten zwar Elektroantrieb, sahen aber wie Benziner aus.

Bis 1923 wurden über 7000 “Milburn Light Electric”-Automobile gebaut, womit der Milburn als einer der erfolgreichsten Elektrowagen der USA gelten darf.

1920 baute Milburn auch Taxicabs und Elektro-LKW’S. 1921 baute Milburn Automobile für Oldsmobile.

1923 kaufte General Motors das Milburn Werk in Toledo für 2 Millionen $.

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