Historisches Wertpapier der Rheiner Maschinenfabrik Windhoff AG in Rheine i.W., eine Gründeraktie aus dem Jahr 1914. Das Automobil-Programm umfasste Modelle mit Vier- und Sechszylindermotoren angetrieben wurden. Besonders der Sechszylinder mit einer 3.9 Liter-Maschine genoss einen hervorragenden Ruf.

Aktie über 1.000 Mark
Rheine i.W., 11. März 1914

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 250,- Euro

Gründeraktie, Auflage 1.300 (R 4).

Gründung 1889 als Rheiner Maschinenfabrik Windhoff & Co. bzw. 1902 als Gebrüder Windhoff GmbH Motoren-, Fahrzeug- und Maschinenfabrik (die von 1908 bis 1918 auch in größerem Stil Automobile produzierte). 1914 Vereinigung beider Firmen in dieser AG.

Windhoff-Automobile waren qualitativ hochwertig angefertigt und nahmen auch an Motorsportanlässen teil, u.a. an der Prinz-Heinrich-Fahrt.

Neben Automobilen wurden für die umliegenden Textilfabriken Transmissionsanlagen produziert, sowie stationärer Eisenbahnbedarf (Rangieranlagen für Bahnhöfe, Drehscheiben und Schiebebühnen).

Nach dem 2. Weltkrieg erteilte die Bundesbahn Großaufträge für Gleisbaumaschinen, dann wurden auch Diesellokomotiven produziert, außerdem Wasser- und Ölkühler für Kraftfahrzeuge.

Zuletzt auch auf den Gebieten Flughafentechnik, Wasseraufbereitung (Kläranlagen) und Elektrotechnik tätig.

1992 Umfirmierung in Windhoff AG, seit 1993 börsennotiert. 2002 Insolvenz, die Geschäftsbereiche Schienenfahrzeuge, Bahn- und Anlagentechnik übernahm dann die Osnabrücker Georgsmarienhütte des Unternehmers und späteren RWE-Vorstandsvorsitzenden Grossmann.

Die Aktien tragen die eigenhändige Signatur von Fritz Windhoff (Autograph).

In dem „Reichsbankschatz“ wurden 300 dieser Gründeraktien gefunden, sonst sind nur DM-Aktien aus den Jahren 1954 und 1960 bekannt.

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