Fulminawerk AG in Mannheim aus dem Jahr 1922. Gegründet 1911 als Fulminawerk Carl Hoffmann in Mannheim-Käfertal. Unter dem Markennamen "Fulmina" (römische Göttin des Blitzes) wurden von 1913 bis 1926 Automobile der Mittelklasse produziert.

Aktie über 1.000 Mark
Mannheim, im Juli 1922

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 1.500,- Euro

Gründeraktie, Auflage 4.000 (R 10).

Gründung 1911 als Fulminawerk Carl Hoffmann in Mannheim-Käfertal (Carl Hoffmann war der Sohn von Edmund Hoffmann, dem Besitzer der Eichbaum Brauerei). 1913 zog das Werk nach Friedrichsfeld um, später weiter nach Seckenheim.

1922 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, wobei das Aktienkapital in Familienbesitz blieb.

Unter dem Markennamen „Fulmina“ (römische Göttin des Blitzes) wurden von 1913 bis 1926 Automobile der Mittelklasse mit 30- bzw. 50-PS-Motoren produziert. Das erste Fahrzeug entstand 1911 im Hinterhof der Eichbaum Gaststätte in der Bahnhofstraße 13 in Mannheim-Käfertal.

Konstruiert wurde es vom späteren Erfinder der Graubremse (Auflauf-Anhänger-Bremse) August Grau, der zuvor bei Carl Benz gearbeitet hatte.

Nach dem 1. Weltkrieg wurden 14 Chassis bei der Weinkellerei Menzer (Griechische Weinstube) in Neckargemünd eingelagert, um sie vor der Zerstörung durch die Franzosen zu retten.

1923 gewann Kurt Volz aus Heidelberg das Königstuhlrennen in einem von ihm entwickelten Fulmina Rennwagen.

1924 erhielt Fulmina eine Lizenz zum Bau der französischen Perrot-Vierrad-Bremse und wurde als Automobilzulieferer in diesem Spezialsegment bald Marktführer.

1937 Umfirmierung in Fulminawerk KG Franz Müller, 1994 in Deutsche Perrot-Bremsen GmbH, 1997 in Wabco Perrot Bremsen GmbH und Sitzverlegung nach Hannover.

Eine große Rarität, seit Jahren nur 3 Exemplare bekannt.

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