Tiergarten Nürnberg AG, Gründeraktie des Zoo Nürnberg aus dem Jahr 1911. Der Entwurf der farbenprächtigen und kunstvollen Aktie stammt von Professor Hermann Gradl (1883-1964), Landschaftsmaler des romantischen Realismus und späterer Direktor der bildenden Künste in Nürnberg.

Aktie über 500 Mark
Nürnberg, 30. Juni 1911

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 1.000,- Euro

Gründeraktie, Auflage 750 (R 8).

Der Entwurf der farbenprächtigen und kunstvollen Aktie stammt von Professor Hermann Gradl (1883-1964), Landschaftsmaler des romantischen Realismus und späterer Direktor der bildenden Künste in Nürnberg.

Nachdem bereits die Städte Berlin, Frankfurt/Main, Hamburg, Dresden, Köln oder auch Düsseldorf Zoologische Gärten hatten, wollte auch Nürnberg eine solche Einrichtung besitzen.

Der Fremdenverkehrsverein der Stadt Nürnberg gilt als Initiator des Nürnberger Tiergartens, welcher 1911 in Form einer AG gegründet wurde. Nach der erfolgreichen Platzierung des Aktiengrundkapitals in Höhe von 375.000 Mark sowie Emission einer Schuldverschreibung wurde mit den Bauarbeiten begonnen.

Der Tierpark war eingebettet in die Anlagen des Luitpoldhains, des Dutzendteiches und Zeppelinfeldes. Die Mischung zwischen Land- und Wasserflächen ergab ein reiz- und wechselvolles Landschaftsbild.

Wie bei fast allen Tiergärten und Zoos konnten die hohen Unterhaltskosten nicht aus den Eintrittsgeldern finanziert werden, was ein chronisches Defizit zur Folge hatte. Nicht nur aus diesem Grunde entschloss sich 1937 die Stadt Nürnberg zur kompletten Übernahme der Aktiengesellschaft, um so Finanzierung und Fortbestand zu sichern.

Noch heute ist der Tiergarten Nürnberg eine städtische Einrichtung. Die in dem Sammlermarkt aufgetauchten Aktien stammen ursprünglich aus dem Bestand der Stadtkämmerei Nürnberg.

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