Lawson Airplane Company, historische Aktie von 1920, als Präsident original signiert von dem Baseballspieler, Luftfahrtpionier, Autor, Erfinder einer allumfassenden Wissenschaft und Religionsstifter Alfred W. Lawson, Gründer der  „Humanity Benefactor Foundation“

Aktie über 10 Shares à 10 $
State of Wisconsin, 6. März 1920

Schätzpreis: 750 Euro

Vignette mit dem Staatswappen von Wisconsin, das als Schildhalter einen Seemann und einen Bergmann als Symbole der Arbeit zu Land und auf See zeigt. Als Präsident unterschrieb die Aktie eigenhändig der Baseballspieler, Luftfahrtpionier, Autor, Erfinder einer allumfassenden Wissenschaft und Religionsgründer Alfred W. Lawson (Originalunterschrift).

Alfred W. Lawson, geboren 1860 in London, gestorben 1954 in San Antonio, Tx., gilt als wissenschaftlicher Exzentriker. Drei Wochen nach seiner Geburt wanderte seine Familie nach Ontario in Kanada aus und ging 1872 nach Detroit. Durch Zufall wurde 1887 Lawsons Baseball-Talent entdeckt, anschließend wurde er Profispieler und dann bis 1908 Betreiber mehrerer Clubs und Ligen.

Begeistert von der Fliegerei begann er 1908 das Flugmagazin “FLY” herauszugeben. Zu dieser Zeit waren überhaupt erst drei Amerikaner mit einem Flugzeug geflogen! 1910 ging er nach New York City und startete das Magazin “Aircraft”, die das führende Publikationsorgan der frühen Luftfahrt wurde.

1913 lernte Lawson selbst fliegen und richtete sogleich die überhaupt erste feste Flugverbindung nach New York ein, die von einem Küstenstandort in New Jersey zur 75th Street in Manhattan führte. Praktischerweise brachte diese erste Linienstrecke Lawson auch gleich täglich von seinem Wohnort zu seinem Arbeitsplatz. Nachdem Versuche gescheitert waren, zusammen mit europäischen Partnern wie z.B. dem deutschen Hersteller Schütte-Lanz in Amerika eine Produktion zu errichten, gründete Lawson 1917 in Green Bay, Wisconsin eine Flugzeugfabrik für Trainingsflugzeuge für die Armee. Nur zwei Prototypen wurden gebaut.

Dann ging Lawson nach Milwaukee und gründete die “Lawson Airplane Company”, sie sollte Flugzeuge für die “Lawson Transportation Company” bauen. Die Lawson C-2 wurde im August 1919 fertiggestellt, aber sie ging auf dem Weg von New York City nach Washington verloren. 1920 wurde ein neues, größeres Flugzeug in South Milwaukee gebaut, doch schon der Startversuch endete mit einem Crash, die Firma ging 1922 pleite.

Auch ein letzter Versuch 1926 mit dem “Lawson Super Airliner” (ein 12-motoriges Flugzeug, das in einer zweistöckigen Kabine mehr als 100 Passagiere befördern sollte) scheiterte an finanziellen und technischen Problemen.

Sein wirtschaftlicher Misserfolg störte Lawson selbst aber am allerwenigsten. Lawson, der als unter Pseudonym schreibender Autobiograph seine eigene Geburt als “bedeutendstes Ereignis seit dem Entstehen der Menschheit” bezeichnete, entwickelte dann ein höchst eigenwilliges allumfassendes Wissenschaftsmodell, das er “Lawsonomie” nannte, gründete 1943 die “University of Lawsonomie” und 1948 die “Lawsonian Religion”. Noch heute sind Anhänger seiner Lehre aktiv, eine Religionsgemeinschaft unter dem Namen „Humanity Benefactor Foundation“ („Stiftung der Wohltäter der Menschheit“).

Nur 2 weitere Aktien dieser Gesellschaft sind seit Jahrzehnten bekannt.

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