Pacific Mail Steamship Company, historische Aktie von 1867. Die 1848 gegründete Reederei spielte eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Wilden Westen. Bereits im kalifornischen Goldrausch (1849–1854) machte sie Riesengewinne. Jährlich zahlte sie eine Dividende von teilweise 30 Prozent.

Aktie über 166 Shares à 100 $
New York, 2. Januar 1867

Schätzpreis: 3000,- Euro

Hochwertige ABNC-Vignette mit Abbildung des Dreimastseglers “Uncle Sam”.

Das Schiff wurde 1852 bei Perine, Patterson und Stack in Williamsburg gebaut und befuhr unter Kapitän Mills die Linie New York-Aspinwall bis Mai 1853. Commodore Vanderbilt kaufte die “Uncle Sam” im Juni 1853, die dann für die Accessory Transit die Linie San Francisco-San Juan de Sur befuhr. 1859 ging die “Uncle Sam” auf die New York and California Steamship Company über, fuhr 1860 – 61 für die Pacific Mail Steamship Company und wurde 1866 an die James S. Hermann and Company of Panama verkauft, die “Uncle Sam” wurde stillgelegt im Jahre 1876.

Die Pacific Mail Steamship Company wurde gegründet 1848 von William Aspinwall.

Im gleichen Jahr beschloss die US-Regierung den Schiffsverkehr nach Kalifornien zu subventionieren. Zwei Schiffslinien, die U.S. Mail Steam Ship Company und die Pacific Mail Steamship Company kamen ohne vorherige Ausschreibung in den alleinigen Genuss dieser großzügigen Entscheidung.

Sie erhielten jährlich insgesamt 500.000 $ an staatlichen Subventionen. Die beiden Firmen verlangten für die Fahrt von New York nach San Francisco 600 $, wobei die Passagiere in Panama mit der Eisenbahn vom Atlantik zum Pazifik gebracht wurden. 1849 wurde in Kalifornien Gold gefunden, was nach dem einsetzenden Gold Rush zu einem Andrang auf die Schiffe dieser Linie führte.

Commodore Vanderbilt, der bereits seit 1847 mit seiner Accessory Transit eine Schifffahrtslinie von New York nach Kalifornien betrieb, erhöhte die Zahl der Schiffe und senkte drastisch die Fahrpreise. Die Pacific Mail Steamship Company, die über beste Kontakte zu den Regierungskreisen verfügte, reagierte blitzschnell auf diese Herausforderung: die jährliche Subvention des Staates wurde auf 900.000 $ erhöht. Als Vanderbilt den Fahrpreis auf 100 $ senkte (für die 3. Klasse berechnete er sogar nur 30 $) waren die beiden Konkurrenten U.S. Mail Steam Ship Company und die Pacific Mail Steamship Company aus dem Rennen. Sie boten Vanderbilt 672.000 $ jährlich für seinen Rückzug von der Schifffahrtsroute nach Kalifornien. Vanderbilt akzeptierte!

Als diese Abmachung publik wurde, fragten sich die Bürger, welchen Sinn es macht, die beiden Reedereien auf der Route nach Kalifornien mit 900.000 $ zu subventionieren, wenn diese umgehend drei Viertel dieses Geldes an einen Konkurrenten weiter reichen würden. Unter dem Druck der öffentlichen Meinung stellte die US-Regierung 1858 die Subventionen aller Schifffahrtslinien ein. Die Pacific Mail Steamship Company stellte sich auf die neue Situation ein und weitete ihre Aktivitäten auf reguläre Überseerouten San Francisco – Hong Kong, Yokohama und Schanghai aus. Ab 1867 brachten ihre Schiffe die japanischen und chinesischen Einwanderer in die USA.

1925 kaufte der Schiffsmagnat Robert Dollar die Gesellschaft, die 1949 liquidiert wurde.

Kulturhistorisch hochbedeutend und extrem selten.

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Pacific Mail Steamship Company, historische Aktie von 1914. Musterstück aus dem aufgelösten Archiv der American Bank Note Company. Meisterhafte Stahlstichvignette mit Darstellung des berühmten Flaggschiffes der Gesellschaft, „“SS City of Peking“, 1874 gebaut, für lange Zeit das größte jemals in USA gebaute Schiff überhaupt.

Pacific Mail Steamship Company, historische Aktie von 1914
Musterstück aus dem aufgelösten Archiv der American Bank Note Company. Meisterhafte Stahlstichvignette mit Darstellung des berühmten Flaggschiffes der Gesellschaft, „“SS City of Peking“, 1874 gebaut, für lange Zeit das größte jemals in USA gebaute Schiff überhaupt.