Gründeraktie der AG des Zoologischen Gartens zu Hannover über 20 Taler von 1864. Der Zoo Hannover sollte "durch eine fortlaufend zu vervollkommnende Sammlung lebender Tiere den Sinn für Naturwissenschaften beleben, wissenschaftliche Beobachtungen und Untersuchungen sowie künstlerische Studien fördern und zugleich den Einwohnern und Besuchern der Residenzstadt eine angenehme Unterhaltung gewähren"

Aktie über 20 Thaler Courant
Hannover, 9. Mai 1864

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 6.000,- Euro

Gründeraktie, Auflage 2.479 (R 9).

Dekoratives Papier, vor allem das Kapitälchen ist sehr originell gestaltet: Ein aktienspeiender Lindwurm, spielende Bären und eine Meerkatze mit einer Aktie in der Pfote bilden den Initialbuchstaben.

Der Zoo war eine Gründung Hannoveraner Bürger und sollte „durch eine fortlaufend zu vervollkommnende Sammlung lebender Tiere den Sinn für Naturwissenschaften beleben, wissenschaftliche Beobachtungen und Untersuchungen sowie künstlerische Studien fördern und zugleich den Einwohnern und Besuchern der Residenzstadt eine angenehme Unterhaltung gewähren„.

Die Zeichnung der Aktien zog sich über Jahre hin und wurde schließlich eingestellt, daraus erklärt sich das „krumme“ Grundkapital. Für die fehlenden Mittel sprang die Stadt Hannover durch Zeichnung von Prioritäts-Aktien ein.

Die Generalversammlung vom 9.7.1920 genehmigte den Übergang des Zoos an die Stadt. Heute zeichnet sich der Zoo durch weiträumige Anlagen und eine Tierhaltung nach den Hagenbeck’schen Prinzipien aus. Seit 1993 wird er als GmbH geführt.

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