Bredower Zucker-Fabrik, Blankett der Gründeraktie über 500 Taler, ausgegeben 1852 in Stettin. Die Zuckerfabrik in Bredow (heute Drzetowo in Polen, ein Stadtteil von Stettin) wurde 1918 liquidiert. Grund und Boden der Gesellschaft sowie Gebäude und Maschinen wurden an die Vulkan-Werke in Stettin verkauft.

Antheils-Schein über 500 Thaler
Stettin, 1. Januar 1852

Schätzpreis (laut SUPPES-Katalog): 5.000,- Euro

Blankett der Gründeraktie (R 12).

Großformatiges Papier, außergewöhnlich schön gestaltet mit Ansicht der Fabrik in Bredow am Oderufer, Verladung von Zuckersäcken auf Kähne, Vignetten von Neptun und Merkur, landwirtschaftlichen Geräten und Dampfmaschinen.

Die ursprüngliche Fabrik wurde 1851 in Bredow bei Stettin erbaut, heute Drzetowo in Polen, einem Stadtteil von Stettin.

Die Einrichtung übernahm seinerzeit die Braunschweigische Maschinenbauanstalt. Unter maßgeblicher Beteiligung Berliner Privatbankiers wurde die Aktiengesellschaft im Jahr 1872 neu gegründet, seit 1883 auch in Berlin börsennotiert.

Doch die Fabrik florierte nie wirklich: Nach der Wende zum 20. Jahrhundert gab es gerade noch zwei Dividendenzahlungen von kümmerlichen 2 3/4 bzw. 1 1/2 %.

1912/13 führte eine ungünstige Rübenernte sowie Störungen im Betriebsablauf zu einem großen Verlust, der sich in den Folgejahren immer mehr ausweitete. Eine a.o.HV im Jahr 1918 beschloss die Liquidation der Bredower Zucker-Fabrik.

Grund und Boden sowie Gebäude und Maschinen wurden an die Vulkan-Werke in Stettin verkauft.

Ein Unikat.

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